Kater Flip und seine Mitbewohner
Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen leben ein paar scheue Katzen. Ihre Aufgabe: Die verwilderten Katzen sollen Scheunen und Stall von Mäusen und Ratten befreien. Der Lohn: 2 Schälchen Milch. Kein Katzenfutter. Keine Behandlung gegen Parasiten.
Nach einem Gespräch mit dem sehr freundlichen Landwirt dürfen wir die Katzen einfangen.
Es war die Rede von 4 verwilderten Samtpfoten. Mit Hilfe einer Wildkamera können wir die Katzen beobachten. Daher wissen wir: Es sind 8 Samtpfoten vor Ort. Wir dürfen eine Futterstelle einrichten. Die Katzen werden ab sofort täglich gefüttert.
Nach der Kastration mit Entwurmung zeigt sich das ganze Ausmaß des Leidens der Katzen. Mit einer so großen Anzahl Spulwürmer ist das kein glückliches Katzenleben.
Futter für die Katzen
Auf dem landwirtschaftlichen, sehr gepflegten Anwesen, auf dem wir gerade eine Kastrationsaktion durchführen, bekamen die Katzen bisher Milch. Alle Katzen sind scheu. Mit dem Einrichten einer Futterstelle hoffen wir, dass die Katzen mehr und mehr Zutrauen fassen. Wenn die Samtpfoten zugänglich sind, ist eine Behandlung gegen Parasiten und bei Bedarf eine tierärztliche Behandlung möglich. Wir hoffen, dass die tägliche Fütterung einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Katzen hat. Aber wir wissen auch, dass manche bisher verwilderte und herrenlose Katzen niemals Zutrauen fassen werden.
Ein herzliches DANKE an unser Mitglied Susanne S. aus München, die mit einer äußerst großzügigen Spende das Futter für die hungrigen Mäusefänger für 6 Monate bezahlt.
Mokka und Paulina
Auf dem Bauernhof, auf dem wir gerade eine Kastrationsaktion durchführen, leben außergewöhnliche Katzen. In einer ersten Aktion konnten 4 Katzen eingefangen werden. Die beiden Kater und die zwei Kätzinnen wurden kastriert, entwurmt, gechipt und tätowiert. Zum Glück waren die zwei Kätzinnen noch nicht tragend. Wir haben sie Paulina und Mokka genannt. Über eine Patenschaft für Mokka oder Paulina freuen wir uns. Die grüne Farbe an den Ohren kommt von der Tätowierung. Mokka ist die schwarz-weiße, Paulina die Hl. Birma-Mix mit den strahlend blauen Augen.
Dolly
Katze Nummer 5 bei unserer Kastrationsaktion war Dolly. Die einzige Katze auf dem Hof, die älter als 1 Jahr ist, hatte schon oft Babys. Sie ist die Mutter fast aller hier streunenden Katzen. Als sie in die Falle ging, konnte man feststellen, dass sie hochtragend ist. Dolly wurde entwurmt und gechipt. In Absprache mit dem Landwirt haben wir sie unkastriert zurückgebracht. Wenn die ihre Babys hat, dürfen diese und Dolly kastriert werden und auf dem Hof bleiben. Da jetzt eine Futterstelle eingerichtet ist, hoffen wir, dass Dolly genug Kraft für ihre Babys hat. Und wenn sich Dolly an den gedeckten Tisch gewöhnt hat, bringt sie ihre Kleinen mit. Und dann wird dies vielleicht die erste Generation Katzen auf diesem Hof, die zutraulich sind. Und die regelmäßig gefüttert werden.
Futterstelle
Die Futterstelle auf dem Hof, bei dem wir gerade eine Kastrationsaktion durchführen, wird gut angenommen. Wir haben erfahren, dass so manche Katzenmama von der verzweifelten Jagd nach Futter für ihre kleinen Katzenbabys nicht mehr zurückgekommen ist. Die Babys sind dann gestorben. Wir hoffen, dass Dolly sich dank der Futterstelle gut um ihre Babys kümmern kann. Und wir sind gespannt, wann sich die ersten Katzen anfassen lassen.
Wichtl
Der schlaue Kater lief tagelang um die Fallen herum. Der Landwirt meinte: „Den erwischt Ihr ned.“. Aber dann war die Verlockung doch zu groß. Wichtl ging in die Falle. Nach einer ruhigen Nacht leerte Wichtel mit großem Appetit 2 volle Futternäpfe und eine Schale mit Katzenmilch. Dann ging es zurück auf seinem Hof. Er sucht täglich die Futterstelle auf. Die Kastration hat er offensichtlich gut verkraftet.
Sorge um Paulina
Nach der Kastration haben wir mit Hilfe einer Wildkamera beobachtet, wie es den kastrierten Kätzinnen und Katern geht. Am 23. März haben wir Paulina noch beobachten können. Dann verschwand sie spurlos. Auch der Landwirt war sehr besorgt. Paulina war vorher jeden Tag zu sehen. Wie froh waren wir, als in der Nacht zum 26.03. Paulina wieder von der Wildkamera eingefangen wurde.