Mein Gespenst


Tja, bei mir, das ist wahr,

haust ein Geist, unsichtbar.

 

(klar, du siehst ein Gespenst

eben nie, wenn du pennst!)

 

Kriegst nur mit, dass es frisst,

wenn im Napf nichts mehr ist.

 

Du durchsuchst alle Ecken,

igendwo muss es stecken:

 

alle Fenster sind zu,

in den Zimmern ist Ruh.

 

Lief da nicht was ums Eck?

Wenn du nachschaust, ist´s weg!

 

Ach, das kann doch nicht sein

bild ich mir da was ein?

 

Doch die Streu ist durchwühlt,

die ich frisch eingefüllt.

 

drum sprech´ ich ins Leere,

als ob jemand da wäre.

 

Aber plötzlich, da, schnell,

ein getigertes Fell,

 

huscht zum Fenster, bleibt stehn

geht zurück, hat mich g´sehn

 

schau´n zwei Augen mich an,

nur ganz kurz, ja - und dann

 

ist´s Gespenst wieder fort

am verborgenen Ort.

 

Bleib doch bitte mal stehn,

würd´dich so gerne sehn.

 

Weihnacht ist zwar noch weit -

mein Wunsch: Kuscheln zu zweit!

 



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